26 Aug, 19

SV Weilertal bekommt Zuschuss für Naturwinterrasen
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Mitglieder und Nachwuchskicker des SV Weilertal empfingen vor der Sitzung des Müllheimer Gemeinderats   im Foyer des Rathauses die Gemeinderäte und Besucher.
Sie erschienen in schwarz-gelben Vereinstrikots und mit allerlei Plakaten und Schildern bewaffnet, um ihrer Sorge Ausdruck zu verleihen, dass die lang ersehnte Umwandlung des desolaten Hartplatzes in einen Winterrasenplatz der schwierigen Haushaltslage zum Opfer fallen könnte. Schließlich stand der städtische Zuschuss für die Sanierung des Hartplatzes nach der Haushaltsperre auf der Streichliste der Verwaltung.
Andreas Brunn, Projektverantwortlicher des Vereins, nutzte die Bürgerfrageviertelstunde für einen eindringlichen Appell an die Räte, das städtische Budget für den neuen Platz wieder von der Streichliste zu nehmen. Andernfalls, so Brunn, sei der 1926 gegründete Traditionsverein mit seiner engagierten und wichtigen Jugendarbeit akut in seiner Existenz bedroht. Mehrfach erinnerten die Ratsmitglieder an die Wichtigkeit der Jugendarbeit in den Vereinen und an den Appell vom Leiter des Müllheimer Polizeireviers Thomas Müller, der zuletzt bei der Vorstellung der Kriminalstatistik davor warnte, bei der Jugendarbeit zu sparen. Einstimmig hat der Müllheimer Gemeinderat den Nachtragshaushalt für das laufende Jahr gebilligt und damit die Haushaltssperre beendet. Zuvor sprachen sich die Räte allerdings mit großer Mehrheit dafür aus, das Budget für die Erneuerung des SV Weilertal-Sportplatzes, das eigentlich laut Verwaltungsvorschlag der Streichliste zum Opfer fallen sollte, doch im Haushalt für 2019 zu belassen.  Mit 14 Ja-, zwei Nein-Stimmen, darunter die der Bürgermeisterin, und fünf Enthaltungen entschied die Ratsrunde das für den Sportplatzneubau veranschlagte städtische Budget in Höhe von rund 80 000 Euro im Haushalt für 2019 zu belassen. Mehrere Räte verwiesen auch auf die Gleichbehandlung gegenüber anderen Vereinen. Außerdem, so ein weiteres Argument, habe man mit Badenweiler bereits Einigkeit erzielt, was die Aufteilung sowohl der Finanzierungs- als auch der Instandhaltungskosten für den Platz angehe.
Danke den Gemeinderäten, für diese positive Entscheidung zugunsten der Zukunft des SV Weilertal, insbesondere der Kinder und Jugendlichen. Einen herzlichen Dank den  Protestlern: Eltern, Nachwuchskickern, Jugendtrainern, Jugendleiterin Michaela Kuhn, die die Kicker samt Eltern engagierte und einkleidete, sowie Hermann Ebner, der die Plakate zur Demo entworfen hatte, unserer guten Fee „Mädchen für alles“ Sabine Leisinger und Projektleiter Andy Brunn fürs Erstellen der Plakate. Dank natürlich auch dem Projektteam um Andy Brunn, Werner Schadwinkel, Thomas Ziebold und Sabine Leisinger für die sehr engagierte Arbeit über Monate hinweg.
Nun heißt es für die Mitglieder die Ärmel hochkrempeln. Der Verein muss seinen Anteil in Form von Eigenarbeit sowie Finanzmitteln beitragen. Da wird jede helfende Hand, sowie Spenden benötigt. Infos über Möglichkeiten, wie Platzpatenschaften, Bandenwerbung usw. folgen in Kürze.
Hermann Ebner