13 Dec, 18

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Liebe Vereinsmitglieder, Freunde, Sponsoren und Gönner des SVW !

Wir freuen uns, dass ab dieser Saison ein Schiedsrichter aus unserem Verein Spiele der 3.Liga leitet und als Assistent in der 2.Bundesliga fungiert.
Das folgende Interview mit Matthias Jöllenbeck gewährt hochinteressante Einblicke in die Aufgaben und Aktivitäten eines Profi-Schiedsrichters .

Das Interview führte Jutta Geiger.

 Zur Person:

geb. 16.02.1987
Schiedsrichter seit 2003

Werdegang als Schiedsrichter: 

Frühjahr 2003: Juniorenspiele (C-Junioren, später B- und A-Junioren, Herren II. Mannschaften)
Saison 2003/2004:  Aktivspiele der Herren (Kreisliga A), Linienrichter/Schiedsrichter-Assistent in der Landesliga
Saison 2004/2005: Schiedsrichter in der Bezirksliga Freiburg, Assistent in der Verbandsliga
Saison 2005/2006: Schiedsrichter der Landesliga, Assistent in der Oberliga Baden-Württemberg
Saison 2006/2007: Schiedsrichter der Landesliga, Assistent in der Oberliga Baden-Württemberg
Saison 2007/2008: Schiedsrichter der Verbandsliga Südbaden, Assistent in der Oberliga und A- und B-Junioren-Bundesliga
Saison 2008/2009: Schiedsrichter der Oberliga und der A-Junioren-Bundesliga, Assistent in der 3.Liga
Saison 2009/2010 - Saison 2013/2014: Schiedsrichter der Regionalliga und Assistent der 2.Bundesliga
ab 2014/2015: Schiedsrichter der 3.Liga und weiterhin Assistent der 2.Bundesliga

  • In welchem Alter haben Sie mit Fußball begonnen?
    Bereits vor meinem 4. Lebensjahr bin ich in einen Fußballverein eingetreten (bzw. wurde von meinen Eltern angemeldet). Die Begeisterung für die Sportart ist bis heute geblieben. Ich würde mich selbst sogar als ("Fuß-)ballverrückt" bezeichnen. Wann immer es geht, spiele ich auch heute noch in meiner Freizeit mit Freunden. Leider ist es mittlerweile nicht mehr regelmäßig möglich. Meine aktive Karriere habe ich auch wegen der Priorität Schiedsrichter mit 18 Jahren hintangestellt. Für Einsätze als Spieler bin ich nicht mehr offen, dafür fehlt mir einfach aufgrund der Einsätze als Schiedsrichter an den Wochenenden die Zeit und wenn ich einmal die Zeit habe, ist mir das Verletzungsrisiko einfach zu groß. Ich denke, dass ich schon auch ein guter bis sehr guter Fußballer geworden wäre und es auch immer noch bin. Leider fehlt mir die Spielpraxis.

  • Warum haben Sie eine Laufbahn als Schiedsrichter eingeschlagen?
    Zur Schiedsrichterei bin ich mehr oder weniger zufällig gekommen. Ein ehemaliger Schiedsrichter und mein erster Förderer Günther Gitschier hat mich und zwei Fußball-Kameraden damals in der B-Jugend im Alter von 16 Jahren angesprochen, ob wir nicht den Schiedsrichter-Lehrgang absolvieren wollten. (Dem Verein fehlten damals aktive Schiedsrichter). Ich wäre vermutlich selbst nie darauf gekommen - bin aber als einziger von uns drei dabei geblieben, weil ich nach und nach die Faszination an dieser Rolle gespürt habe.

  • Wann haben Sie Ihr erstes Spiel als Schiedsrichter gepfiffen? In welcher Liga und in welcher Jugend?
    Mein erstes Spiel habe ich im Frühjahr 2003 mit 16 Jahren gepfiffen. Es war ein Spiel der C-Junioren in der Kreisklasse zwischen dem FC Neuenburg und dem FC Bad Krozingen.

  • Wann haben Sie Ihr erstes Spiel bei den Erwachsenen gepfiffen? In welcher Liga?
    Mein erstes Aktiv-Spiel (=Erwachsene) habe ich bereits ein halbes Jahr nach meiner Schiedsrichterprüfung gepfiffen. Es war ein Spiel der Kreisliga B zwischen zwei zweiten Herren-Mannschaften.

  • Können Schiedsrichter generell in einer Liga pfeifen, in der ihr Heimatverein vertreten ist?
    Generell können Schiedsrichter auf Bezirksebene auch in der Klasse eingesetzt werden, in der ihr Heimatverein selbst spielt. Der Schiedsrichter ist jedoch von Begegnungen des Heimatvereins ausgenommen und der für die Schiedsrichteransetzung zuständige Einteiler sollte einen Schiedsrichter möglichst von Spielpaarungen fern halten, deren Ausgang Auswirkungen für die Tabellensituation des Heimatvereins hat. Ansetzungen in der selben Klasse wie der Heimatverein sind jedoch absolute Ausnahmen. In höheren überbezirklichen Klassen wird ein Schiedsrichter aus einem bestimmten Bezirk in der Regel nur bei Spielpaarungen von Vereinen anderer Bezirke angesetzt. Ebenso wie ein Schiedsrichter der Bundesliga aus Bayern in der Bundesliga keine Spiele mit Beteiligung bayrischer Mannschaften (FC Bayern München, FC Augsburg, 1.FC Nürnberg etc.) leitet. Ebenso werde ich als Schiedsrichter (oder Schiedsrichter-Assistent) nicht zu Pflichtspielen des SC Freiburg eingeteilt, da dies mein Heimatverband Südbaden ist.

  • Welche Ausbildung durchläuft ein Schiedsrichter? Bilden Sie auch selber aus?
    Nach Absolvierung des Neulingslehrgangs der Schiedsrichter bekommt ein Neuling seine ersten Spiele zugewiesen. Man beginnt auf der untersten Stufe, auf der es Schiedsrichteransetzungen gibt. Das sind Spiele der C-Junioren-Kreisklasse. Bei den ersten Spielen wird ein junger Schiedsrichter von einem erfahrenen Kollegen begleitet und betreut. Die Betreuer werden jedem Neuling zugeteilt und geben Ratschläge und Hilfestellung bei Fragen auf und um den Platz. Der Betreuer nimmt eine enorm wichtige Rolle in den ersten Momenten eines Schiedsrichters ein und gibt den zuständigen Gremien auch Rückmeldung über die Fähigkeiten und den Leistungsstand seines Schützlings. Je nach Rückmeldung bekommt ein Schiedsrichter zunehmend Spiele mit höheren Anforderungen (ältere Spielklassen und höhere Ligen). In der Regel werden junge Schiedsrichter von den (nach geografischen Gegebenheiten) für sie zuständigen Obleuten beobachtet, um sie evtl. bei gutem Leistungsstand für die Förder- und Leistungskader eines Bezirkes vorzuschlagen.
    Ich selbst bin als Lehrwart im Verband tätig und versuche durch Vorträge und Referate in den Regelabenden einen Teil meiner Ausbildung zurück zu geben. Leider ist dies in den letzten Jahren wegen meines vollen Terminplans immer seltener geworden. Sofern es die Zeit zulässt, besuche ich relativ regelmäßig unsere Nachwuchskader und halte dort verschiedene praktische Programmpunkte ab - das Arbeiten mit jungen Personen, gerade in Bezug auf ihr Auftreten und die Persönlichkeitsstruktur macht mir sehr viel Spaß.

  • Wer entscheidet, ob und wann ein Schiedsrichter aufsteigt, d. h. in einer höheren Liga pfeifen darf? Wie wird man auf gute Schiedsrichter aufmerksam?
    Jedes Jahr muss jeder aktive Schiedsrichter seine Tauglichkeit bei einer Leistungsprüfung (theoretisch in Form eines schriftlichen Regeltests und praktisch in Form eines Lauftests) unter Beweis stellen.
    Sobald ein Schiedsrichter in einem Leistungskader gemeldet ist, wird er ab einer gewissen Spielklasse (Kreisliga-A der Herren) bei Einsätzen in seiner höchsten Spielklasse beobachtet. Das heißt, dass besonders geschulte und ausgebildete Beobachter die Spielleitung eines Schiedsrichters anhand verschiedener Kriterien bewerten und seine Spielleitung mit einer Note bewerten. Kriterien hierfür sind zum Beispiel "Regelauslegung und -anwedung", "Personalstrafen" (=gelbe und rote Karten) und "Lauf- und Stellungsspiel". Am Ende einer Saison ergibt sich somit ein Notenspiegel der Schiedsrichter einer Spielklasse, die dann über Auf- und Abstieg mit entscheidet. Wir Schiedsrichter stehen somit wie die Mannschaften auch im Wettbewerb und müssen Woche für Woche die bestmögliche Leistung erbringen. Dies garantiert, dass auch Schiedsrichter einem Leistungsdruck ausgesetzt sind und gewissen Ansprüchen gerecht werden müssen.
    Gute Schiedsrichter werden hoffentlich frühzeitig anhand ihrer Spielleitungen von den Betreuern und Obleuten entdeckt und so den Leistungskadern zugeführt.

  • Am Spielfeldrand höre ich immer wieder, dass dem Schiedsrichter gedroht wird, weil man seine Entscheidungen nicht nachvollziehen kann. Sind Sie schon mal von Fans tätlich angegangen worden?

    Leider hört man immer öfter von Beleidigungen bis hin zu Bedrohung oder gar tätlichen Übergriffen auf Fußballplätzen. Schiedsrichter stellen leider viel zu oft für Beteiligte den Blitzableiter für die angestauten Emotionen dar. Meiner Meinung wird viel zu selten klar gestellt, dass ein Schiedsrichter nicht notwendiges Übel, sondern Grundvoraussetzung für die Durchführung eines Spiels und die Achtung seiner Regeln im Sinne des Sports darstellt. Wer dann noch realisiert, dass sich hinter diesem kryptischen Ausdruck ein Mensch mit individuellen Merkmalen befindet, wird weit entfernt sein, sich zu Beleidigungen gegenüber dem Schiedsrichter hinreißen zu lassen.
    Ich persönlich bin in meiner Laufbahn bisher nur einige wenige Male beleidigt worden und die Wortwahl hat sich auf einer "relativ niedrigen Ebene ("Arschloch, Depp, Blinder...") bewegt. Immer öfter hört man jedoch von massiven verbalen Entgleisungen, vor allem gegenüber jungen Unparteiischen, die jedes Maß überschreiten und die ich auch selbst nur ungern wiedergeben möchte. In den Klassen, in denen ich seit einigen Jahren meine Spiele leite, sind Vorkehrungen (Zäune, Polizei, Ordner etc.) getroffen, die ein direktes Aufeinandertreffen zwischen Zuschauern und Außenstehenden gar nicht erst ermöglichen. Gerade bei Spielen mit großem Zuschaueraufkommen wie in den Profiligen, nimmt man einzelne Zuschauerrufe gar nicht mehr wahr.

  • Trainieren Schiedsrichter eigentlich auch, um bei dem Gerenne auf dem Platz mithalten zu können? Wenn ja, wie sieht das Training aus?

    Gerade in höheren Ligen ist ein gute körperliche Fitness für einen Schiedsrichter Grundvoraussetzung, um dem hohen Tempo des Spiels folgen zu können und so Entscheidungen aus guter Perspektive treffen zu können. Ein Schiedsrichter muss aber auch über die vollen neunzig Minute hochkonzentriert sein und bleiben - das ist ohne eine gewisse Grundlagenausdauer nicht möglich. Wer nicht körperlich fit ist - wird auch geistig schneller ermüden und zwangsläufig mehr Fehler in seiner Spielleitung begehen.
    In manchen Spielen läuft ein Schiedsrichter über 12 Kilometer, das ist mehr als ein Großteil der Spieler läuft. Zudem müssen wir unsere körperliche Tauglichkeit bei zentralen bundesweiten Leistungsprüfungen durch den DFB vier mal pro Jahr nachweisen.
    Hierfür trainiere ich in der Regel mindestens 2-3 mal pro Woche. Hinzu kommt der Einsatz am Wochenende. Ich versuche möglichst den Anforderungen entsprechend zu trainieren und wechsle zwischen längeren Ausdauerläufen und Intervalltrainings. Mittlerweile habe ich einige Lieblingsstrecken an der Dreisam entlang der so genannten Sportmeile und am Schlossberg in Freiburg.

  • Wenn Sie jetzt dann 3. Liga pfeifen, müssen Sie dann quer durch Deutschland reisen?
    Die 3.Liga ist eine bundesweite Liga. Einsätze zu Spielen in entfernten Spielorten wie Rostock oder Dresden sind durchaus möglich. Die An- und Abreise kenne ich bereits aus meiner Tätigkeit als Schiedsrichter-Assistent der 2.Bundesliga, sie erfolgt je nach Spielort mit Bahn oder Flugzeug.

  • Bei der WM wurde viel über die Entscheidungen der Schiedsrichter diskutiert. Haben Sie eher für die Schiedsrichter Partei ergriffen?
    Wenn ich mit Freunden Fußball geschaut habe, stand ich nach jeder Fehlentscheidung durch die Schiedsrichter zwangsläufig im Mittelpunkt der kritischen Fragen und oft auch in Erklärungsnot. Leider sind bei der Weltmeisterschaft neben dem hervorragenden Erfolg für die deutsche Nationalmannschaft, viele Fehler durch Schiedsrichter passiert, die in ihrer Häufigkeit und ihrem Ausmaß für die große Öffentlichkeit nicht mehr nachvollziehbar waren. Selbstverständlich habe ich zunächst einmal versucht, Gründe anzuführen, warum ein Schiedsrichter in einer Situation wie entscheidet und warum er evtl. falsch entschieden hat. Ich identifiziere mich selbst ja auch mit den Situationen, denen ein Schiedsrichter während der 90 Minuten begegnet. Bei klaren Fehlentscheidungen hat man aber selten eine gute Diskussionsgrundlage.

  • Wie bekommen Sie Ihr Schiedsrichter-Engagement mit Ihrer Ausbildung oder Ihrem Beruf unter einen Hut?
    Ich habe im Mai diesen Jahres mein Medizinstudium erfolgreich abgeschlossen - als Student hat man sicher einen größeren Spielraum als es Berufstätige in einem Angestelltenverhältnis haben, so dass es bisher relativ reibungslos parallel möglich war. Ab und an ergeben sich terminliche Konflikte und ich war das eine oder andere Mal bereits für Duldung und das Verständnis durch Professoren und Vorgesetzte sehr dankbar, weil ich darauf angewiesen war. Hier haben mich oft auch meine Kommilitonen und Freunde unterstützt. Ich muss aber gestehen, dass die Schiedsrichterei mit professionellem Anspruch einen erheblichen zeitlichen und organisatorischen Mehraufwand und auch Leistungsdruck mit sich bringt, dessen man sich bewusst sein muss. Man hat einfach zwangsläufig bei Weitem nicht die Zeit und den Freiraum zur Verfügung, den meine Kommilitonen für andere Tätigkeiten hatten. In Bezug auf die Koordination beider Tätigkeiten muss man Termine frühzeitig und weitsichtig organisieren, damit es zu keinerlei terminlichen Konflikten kommt.

  • Bleibt Ihnen noch Zeit für Hobbys?
    Ich versuche möglichst meine Hobbies auch weiterhin auszuüben, leider steht hierfür nicht mehr so viel Zeit zur Verfügung wie das evtl. früher der Fall war. Gerade für die An- und Abreise geht unglaublich viel Zeit verloren, zumal wir Schiedsrichter in den ersten drei Spielklassen immer am Vorabend des Spiels anreisen müssen. Da meine Hobbies eigentlich schon immer Sport beinhaltet haben, ergibt sich hier aber eine gewisse Schnittmenge. Weitere Hobbies wie private Treffen mit Freunden versuche ich weiter beizubehalten, da ich auch ein sehr geselliger Mensch bin, auch wenn dies natürlich schwieriger geworden ist. Man muss leider hier sehr stark priorisieren, für was und wen man Zeit hat. Ich sehe  die Schiedsrichterei aber als Hobby, dies war es von Beginn an, mittlerweile geschieht alles auf einem sehr professionellen Niveau und dementsprechend muss man auch professionell an diese Sache herangehen.

  • Würden Sie gerne in der Bundesliga, Champions League oder bei Europa- und Weltmeisterschaften pfeifen?
    Selbstverständlich träumt jeder Schiedsrichter (auch ich) davon, einmal Bundesliga oder gar bei Weltmeisterschaften zu pfeifen. Man sollte sich aber eher kurzfristigere und vor allem realistische Ziele setzen. Hierfür ist natürlich eine gesunde Selbsteinschätzung Grundlage. Ich versuche von Spiel zu Spiel meine Leistung zu bringen und jedes Spiel möglichst fehlerfrei zu leiten. Die neue Spielklasse 3.Liga wird sicher eine Herausforderung, der ich mich aber sehr gerne stelle und auf die ich mich ungemein freue. Am Ende einer Saison entscheidet neben der Leistung z.B. auch die Anzahl der frei werdenden Plätze (z.B. durch Ausscheiden älterer Kollegen etc.) über Auf- und Abstieg. Zudem stehe ich mittlerweile auf sehr hohem Niveau im Wettbewerb mit über 20 weiteren Schiedsrichtern, die Leistungsdichte ist also enorm hoch. Oft können Einzelszenen (die falsch bewertet und dementsprechend Abzüge in der Note einbringen) eine gesamte Saison zunichte machen - eine gesunde Einstellung zu Leistungsvermögen und Zielsetzungen ist daher sehr wichtig.

  • Wie sehr hängt der Erfolg eines Schiedsrichters (und der Aufstieg in höhere Ligen) von seinen Linienrichtern ab?
    Die Schiedsrichter-Assistenten haben eine mit entscheidende Rolle für die Spielleitung eines Schiedsrichters. In jedem Spiel kommen Szenen und Situationen vor, die der Schiedsrichter aufgrund seiner Sicht nicht problemlos bewerten kann. Hier ist er auf die Unterstützung durch seine Assistenten angewiesen. Manche Szenen sind alleine aber auch gar nicht lösbar und ergeben sich erst aus klaren Aussagen des Assistenten. Die Assistenten sollen den Schiedsrichter möglichst weit und intensiv unterstützen, z.B. auch bei gelben Karten etc. Eine fehlerfreie runde Leistung ist ohne einen guten Assistenten in den meisten Spielen nur schwer zu erreichen. Des Weiteren ist der Schiedsrichter immer noch der Hauptverantwortliche über Entscheidungen im Spiel - er kann Entscheidungen der Assistenten annehmen, muss diesen aber nicht folgen. Umgekehrt ist er (auch in der öffentlichen Berichterstattung) für Fehler, die in "Aufgabenbereiche" der Schiedsrichter-Assistenten fallen (wie z.B. Abseits) mit verantwortlich.

  • Sind Sie und Ihre Linienrichter ein festes Gespann oder wechselt das von Spiel zu Spiel und Liga zu Liga?
    Jede Saison werden einem Schiedsrichter seine SRA zugeteilt - sie bilden ein Team für die anstehende Spielzeit. Prinzipiell wird versucht dieses Team auch in dieser Konstellation zu möglichst vielen Spielen zu schicken. In der Praxis ist es aber nicht möglich, so über die gesamte Saison zu verfahren. Wenn ein Assistent z.B. wegen regionaler Zugehörigkeit oder Krankheit oder Verletzung zu einem Spiel nicht eingeteilt werden kann, so muss ein anderer angesetzt werden. So ergeben sich Rotationen innerhalb der Teams. Man kennt sich aber untereinander über all die Jahre und auch die einheitliche Abhandlung von Spielszenen steht bei den vielen Lehrgängen und Stützpunkten im Mittelpunkt, so dass sich in der Regel keine Anpassungsschwierigkeiten in "fremden Teams" ergeben. Für einen Schiedsrichter ist es aber sinnvoll und vorteilhaft seine SRA und deren Spielverständnis gut zu kennen.

Herzlichen Dank Matthias Jöllenbeck und viel Erfolg in der kommenden Saison !!