21 Oct, 17

BZ-Interview mit Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck

"Schaue Spiele mit anderem Blick"
BZ-INTERVIEW mit unserem Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck, der jetzt in der Zweiten Fußball-Bundesliga pfeift.
Der in Müllheim aufgewachsene Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck pfeift in der kommenden Saison in der Zweiten Fußball-Bundesliga. Martin Pfefferle sprach mit Jöllenbeck über diesen Aufstieg, seinen Werdegang und über seine Leidenschaft bei der Fußball-Europameisterschaft.
 
BZ: Sie dürfen in der kommenden Saison in der zweiten Bundesliga Fußballspiele pfeifen, herzlichen Glückwunsch! Was wird der größter Unterschied für Sie sein, Herr Jöllenbeck?
Jöllenbeck: Die öffentliche Aufmerksamkeit wird viel größer sein, die mediale Präsenz wird zunehmen. Die Spielqualität und das Tempo auf dem Platz wie auch die Intensität werden höher sein.
BZ: Sie sind mit 29 Jahren noch recht jung. Denken Sie bereits über einen weiteren Aufstieg in die Erste Bundesliga nach?
Jöllenbeck: Eigentlich beschäftige ich mich nicht mit dem Aufstieg in die Erste Liga. Ich bin bisher am besten damit gefahren, von Spiel zu Spiel zu denken. Ich habe noch kein einziges Spiel in der neuen Klasse gepfiffen, deshalb fokussiere ich mich jetzt darauf. Fußball ist ja ein schnelllebiges Geschäft, da macht es Sinn, sich auf die bevorstehende Aufgabe zu konzentrieren.
BZ: Sie sind in Müllheim aufgewachsen. Was für Kontakte haben Sie noch in die alte Heimat?
Jöllenbeck: Ich war in Müllheim im Kindergarten, in der Grundschule und die meiste Zeit im Gymnasium. 15 Jahre habe ich hier etwa verbracht. Ich habe Fußball gespielt zunächst bei der Alemannia, dann in Niederweiler beim SV Weilertal. Meine Eltern leben hier, mittlerweile auch meine Großeltern. Deshalb habe ich viele privaten, familiären Kontakte nach Müllheim. Ich komme gerne hierher, weil ich viel mit Müllheim verbinde und mich hier wohlfühle.
BZ: Sie gehören dem SV Weilertal an. Wie verfolgt man dort ihre steile Schiedsrichter-Karriere?
Jöllenbeck: Ich bin Mitglied beim SV Weilertal und hier zum Schiedsrichter herangeführt worden durch Günther Gitschier. Er hat mich angesprochen, begleitet und betreut.
BZ: Wie groß ist die Umstellung vom Fußballspieler zum Schiedsrichter?
Jöllenbeck: Mit 16 Jahren habe ich angefangen, mir hat es mit höheren Spielklassen und steigenden Anforderungen immer mehr Spaß gemacht. Es wurde zu einer richtigen Leidenschaft. Gerne wäre ich öfter beim SV Weilertal. Das Fußballspielen habe ich beendet, einerseits aus Zeitgründen, andererseits aus Verletzungssorgen. Ich kann es mir nicht erlauben, mich durch leichtfertige Spieleinsätze zu verletzen.
BZ: Als Arzt üben sie einen anspruchsvollen Beruf aus. Wie lässt sich das mit dem zeitaufwändigen Schiedsrichterwesen vereinbaren?
Jöllenbeck: Ich habe eine Teilzeitstelle in einer Abteilung, die das mitträgt. Meine Kollegen und Chefärzte unterstützen mich in meiner Flexibilität. Dieses Verständnis ist extrem viel wert. Anders wäre das gar nicht möglich. Neben den Spielen gibt es auch Lehrgänge und Stützpunkte sowie intensives Training. Ich bin sehr froh, dass das mitgetragen wird. Das ist speziell im chirurgischen Beruf nicht selbstverständlich.
BZ: Wie verfolgen Sie derzeit die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich?
Jöllenbeck: Ich schaue so viele EM-Spiele wie es die Zeit hergibt. Ich freue mich, wenn Deutschland ins Finale kommt, wenn sie gut spielen und gewinnen. Daneben schaue ich die Spiele mit einem anderen Blickwinkel. Ich achte mehr auf den Schiedsrichter und darauf, wie er Entscheidungen trifft. Wenn es die deutsche Mannschaft nicht ins Finale schafft, dann freue ich mich darüber, wenn ein deutscher Schiedsrichter im Finale pfeifen darf.
BZ: Haben Sie ein Vorbild als Schiedsrichter?
Jöllenbeck: Es macht Sinn, zu schauen, welche Züge eines Schiedsrichterkollegen man abschauen kann – und zwar solche, die zu einem passen. Sich auf ein einziges Vorbild zu beschränken, würde ich ablehnen. Lieber sind mir viele verschiedene Vorbilder. Es gibt viele gute Persönlichkeiten im deutschen Schiedsrichterwesen.

Dr. Matthias Jöllenbeck, 29 Jahre alt, ist von Beruf Arzt an der Helios-Klinik in Breisach in der Abteilung für Orthopädie und Fußball-Schiedsrichter – ab der kommenden Saison in der Zweiten Liga. Jöllenbeck ist in Müllheim aufgewachsen und lebt in Freiburg.

Dr. Matthias Jöllenbeck pfeift in der 2. Bundesliga

 Matthias Joellenbeck
Unser Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck hat einen weiteren Schritt in die Schiedsrichterspitze geschafft. Er pfeift ab der kommenden Saison in der 2. Bundesliga und wird als Assistent in der 1. Bundesliga aktiv. 
Der SV Weilertal gratuliert Matthias Jöllenbeck zu diesem herausragenden Erfolg!
Unser prominentestes Vereinsmitglied Matthias Jöllenbeck begann schon als B-Jugendspieler 2003 seine steil nach oben verlaufende Schiedsrichterkarriere, die nun an einem weiteren Höhepunkt angelangt ist.
 
 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Sascha Zimmermann ist offizieller Schiedsrichter

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Sascha Zimmermann, unser bisheriger Spielausschussvorsitzender, ist seit März 2016 offizieller Schiedsrichter für den SV Weilertal.
Er pfeift folgende Ligen:
C-Jugend Kreisliga,
C-Jugend Kreisklasse,
B-Jugend Kreisliga,
B-Jugend Kreisliga,                                ,
Damen Kreisliga,
unsere C2, D und unsere 2. Mannschaft.
Sascha äußert sich folgendermaßen zu seiner neuen Aufgabe:
"Meine Ziele, mal schauen wo es hingeht.
Zur Schiedsrichterei bin ich sehr spät gekommen nach meiner Zeit als Aktivspieler. Trotzdem macht es mir jetzt um so mehr Spaß, Spiele zu leiten, auch wenn die Umstellung vom Spieler zum Schiri nicht einfach war.
Ich freue mich, dem SVW viele Jahre als Schiri zur Verfügung zu stehen und freue mich auf viele Spiele, Fair Play und Toleranz gegenüber den Schiris."
 
 

Interview mit unserem Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck

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Liebe Vereinsmitglieder, Freunde, Sponsoren und Gönner des SVW !

Wir freuen uns, dass ab dieser Saison ein Schiedsrichter aus unserem Verein Spiele der 3.Liga leitet und als Assistent in der 2.Bundesliga fungiert.
Das folgende Interview mit Matthias Jöllenbeck gewährt hochinteressante Einblicke in die Aufgaben und Aktivitäten eines Profi-Schiedsrichters .

Das Interview führte Jutta Geiger.

 Zur Person:

geb. 16.02.1987
Schiedsrichter seit 2003

Werdegang als Schiedsrichter: 

Frühjahr 2003: Juniorenspiele (C-Junioren, später B- und A-Junioren, Herren II. Mannschaften)
Saison 2003/2004:  Aktivspiele der Herren (Kreisliga A), Linienrichter/Schiedsrichter-Assistent in der Landesliga
Saison 2004/2005: Schiedsrichter in der Bezirksliga Freiburg, Assistent in der Verbandsliga
Saison 2005/2006: Schiedsrichter der Landesliga, Assistent in der Oberliga Baden-Württemberg
Saison 2006/2007: Schiedsrichter der Landesliga, Assistent in der Oberliga Baden-Württemberg
Saison 2007/2008: Schiedsrichter der Verbandsliga Südbaden, Assistent in der Oberliga und A- und B-Junioren-Bundesliga
Saison 2008/2009: Schiedsrichter der Oberliga und der A-Junioren-Bundesliga, Assistent in der 3.Liga
Saison 2009/2010 - Saison 2013/2014: Schiedsrichter der Regionalliga und Assistent der 2.Bundesliga
ab 2014/2015: Schiedsrichter der 3.Liga und weiterhin Assistent der 2.Bundesliga

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Wir wollen unseren Fußballplatz schöner machen

Unser Fußballplatz, das Clubheim und alles Drumherum sollen schöner werden und vieles muss man bei der Gelegenheit auch reparieren. Hierfür benötigen wir jede mögliche Unterstützung.
Wir wollen vermeiden, dass die Arbeit an wenigen Vereinsmitgliedern hängenbleibt. Unsere Aktivspieler sind z.B. gerne bereit zu helfen und haben auch schon einige Sanierungs- und Aufräumarbeiten in Angriff genommen oder erledigt.
Daher richten wir unsere Bitte, uns bei den anstehenden Aufgaben zu unterstützen, an alle Mitglieder, Eltern, Unterstützer und Gönner des SVW.
Wir freuen uns über jede Hilfe und mag sie noch so klein erscheinen.
Wer uns unterstützen will, darf sich gerne bei Andreas Brunn 18roots@posteo.de melden.